Reviews: Germany
Kent Camerata musizieren seit 1995 zusammen. Das Ensemble mit der ungewöhnlichen Besetzung Fagott, Viola, Klavier, Mezzosopran und Sopran sind schon in Amerika, China und Europa mit großem Erfolg aufgetreten.
Im ersten Teil des Konzerts spielten die Musiker Werke von, für europäische Zuhörer, vertrauten Komponisten wie Mozart, Haydn, Brahms und Dvorak. Im zweiten Teil erklangen Werke weniger bekannter Komponisten wie Francisco Mignone, Domenik Argento und John Jacob Niles.
Die strahlende und differenzierte Sopranstimme von Amanda-Joyce Abbott war besonders bei ihren Sololiedern zu hören: Spring (Dominik Argento), Reward (John Jacob Niles) und Love Went A-Riding (Frank Bridge). Auch die Mezzosopranistin Mary Sue Hyatt zeigte ihre präsente, wohl fundierte Stimme bei ihrem Solostück Quatre Poemes von Charles Martin Loeffler, das Sie mit großer Leidenschaft erfüllte. In ihren Duostücken verschmolzen die Stimmen von Amanda-Joyce Abbott und Mary Sue Hyatt zu einer perfekten Einheit. Als Begleiterin am Klavier war Jan Meyer Thompson Stütze und Inspiration für ihre Musikerkollegen, während sie als Solistin souverän und überzeugend das Capriccio G-Moll von Johannes Brahms zu Gehör brachte. Die Bratscherin Katherine Gerson DeBolt brachte Farbe ins Ensemble, besonders im Zusammenklang mit dem Fagott. Ihr Solostück von Brahms, Sonate in E-Moll zeigte auch ihre solistischen Fähigkeiten. Der Fagottist David DeBolt war als Begleiter unaufdringlich und sensibel. Seine beiden Solostücke, Valsas para Fagote Solo von Francisco Mignone und Fantaisie Brillante vom Casimir Theophile Lalliet, waren virtuos und wurden mit einem unglaublich schönen Ton und präziser Technik präsentiert.
Nach einer für das Kent Camerata geschriebenen Zugabe mit dem Titel It’s Time to Say Goodbye dankte das Publikum im schönen Konzertsaal des Schlosses den Musikern mit herzlichem Beifall.